Hl. Papst Johannes XXIII, der Namensgeber der Johannesschulenamensgeber

 

Jugend

Papst Johannes XXIII. hieß eigentlich Angelo Giuseppe Roncalli. Er wurde am 25.11.1881 als Sohn von Giovanni Battista Roncalli und dessen Ehefrau Marianna am Rand der Alpen in Italien geboren.

Johannes XXIII. wuchs mit drei Geschwistern in einer Großfamilie in ärmlichen Verhältnissen auf. Er hatte eine besondere Beziehung zu seinem Onkel Zaverio, vor allem, wenn es um Fragen

des Glaubens ging. Der Pfarrer seiner Gemeinde erkannte die Begabung des Jungen und förderte ihn durch privaten Unterricht im Fach Latein.

Sein Vater war zunächst dagegen, denn er brauchte Johannes bei der Arbeit in der Landwirtschaft. Er wollte nicht, dass sein Sohn Priester würde. Erst später konnte er überzeugt werden.

Mit elf Jahren wurde Johannes XXIII. in ein Internat aufgenommen, in dem Jungen darauf vorbereitet wurden, Priester zu werden. Anschließend studierte  er Theologie in Bergamo in Italien.

Nach einem Jahr beim Militär beendete er sein Studium in Rom, wo er 1903 zum Diakon geweiht wurde.

Priester
Am 10. August 1904 empfing Johannes XXIII. die Priesterweihe. Von 1905 – 1914 arbeitete er als Sekretär des Bischofs von Bergamo. Diesen Bischof verehrte er sehr und unternahm mit ihm viele Reisen ins Ausland. Als der Bischof starb, verlor Johannes XXIII. die Aufgabe als Sekretär und wurde zum Militär eingezogen. Er war Sanitäter und später Militärseelsorger.

Nach dem Krieg war er Jugend- und Studentenpfarrer, bevor er 1921 nach Rom versetzt wurde. Hier bekam er eine besondere Aufgabe. Er bemühte sich u. a. um die Verbreitung des christlichen Glaubens in der Welt.

Diplomat des Papstes
Im Jahr 1925 wurde Johannes XXIII. als Diplomat des Papstes nach Bulgarien geschickt. Später versetzte man ihn in die Türkei und nach Griechenland. Hier wurde er vom Zweiten Weltkrieg überrascht. Er half Juden zur Flucht aus Ungarn, das von Deutschland besetzt war.

1944 wurde er nach Frankreich geschickt. Die Arbeit in Frankreich war für ihn besonders schwierig, da sein Vorgänger mit den deutschen Soldaten zusammengearbeitet hatte. Johannes XXIII. konnte die Aufgabe dennoch gut erfüllen.

Kardinal
Am 12. Januar 1953 berief ihn der damalige Papst Pius XII. zum Kardinal von Venedig. Nach dem Tod dieses Papstes wurde Kardinal Roncalli von den anderen Kardinälen zum Papst gewählt. Er gab sich den Namen seines Vaters Giovanni, zu Deutsch Johannes. Auch die Kirche, in der er getauft worden war, war eine „Johanneskirche“.

Papst 
Johannes XXIII. war schon sehr alt, als er Papst wurde. Deshalb dachten alle, er wäre nur ein Papst für kurze Zeit und würde nicht viel verändern. Doch er hatte großen Mut und berief zum Staunen der Welt das II. Vatikanische Konzil ein, das 1962 feierlich eröffnet wurde. Hier sollten viele Bischöfe, Priester und Ordensleute, aber auch andere Männer und Frauen darüber beraten, wie der Glaube in der Zeit von damals gut verkündet werden könnte.

Leider hat Johannes XXIII. das Ende des Konzils nicht mehr erlebt. Er starb am 03. Juni 1963 an einer schweren Krebskrankheit. Sein Nachfolger, Papst Paul VI., führte das II. Vatikanische Konzil zu Ende. Am 03. September 2000 wurde Johannes XXIII. selig gesprochen. Sein Leichnam ist seitdem in einem gläsernen Grab im Petersdom zu sehen. Johannes XXIII. war sehr humorvoll und bodenständig, ein echter Papst der Menschen. Er wurde auch „der gute Papst“ genannt. Er schrieb acht besonders wichtige Dokumente. Darin setzte er sich unter anderem für den Frieden in der Welt ein.

Johannes XXIII. verfasste auch die „10 Gebote der Gelassenheit“, von denen wir noch heute viel lernen können.

Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII.

Am Sonntag, dem 27.04.2014, wurde Papst Johannes XXIII. heilig gesprochen. Vielleicht hast du davon in den Nachrichten gehört oder es sogar im Fernsehen miterlebt. Nach Papst Johannes XXIII. ist unsere Schule benannt. Nur der Papst kann jemanden heilig sprechen und das auch erst einige Jahre, nachdem die Person gestorben ist. Heilig gesprochen werden nur Menschen, die besonders bedeutend waren und ein Wunder bewirkt haben.

Johannes XXIII. war von 1958 bis 1963 Papst. Er hat viel für die katholische Kirche bewirkt, besonders durch das Zweite Vatikanische Konzil. Seitdem darf die Messe auch in der jeweiligen Muttersprache gehalten werden – also bei uns in deutscher Sprache. Für uns ist das heute selbstverständlich. Doch früher wurde die Messe stets in lateinischer Sprache gelesen. Die meisten Menschen haben also im Gottesdienst nichts verstanden.

Neben Papst Johannes XXIII. wurde auch Papst Johannes Paul II. von Papst Franziskus heilig gesprochen. Es war das erst Mal, dass gleichzeitig zwei ehemalige Päpste heilig gesprochen wurden. Viele Menschen waren daher am vergangenen Sonntag nach Rom gereist, um bei diesem besonderen Ereignis dabei zu sein.